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| | Guten Morgen In Hegi sichtete unsere Redaktorin Gioia ein Riesenrad ‒ und Hegemer Urgesteine. Im Eschenbergwald hingegen stiess die Jagdgesellschaft auf den jüngsten Bewohner des Gebiets: einen Luchs.
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| OK-Präsident Mario Margelisch hat kaum noch ruhige Minuten vor dem grossen Fest. (Bild: Gioia Jöhri) |
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| Ein «gewaltiges Fest» für Hegi |
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| Der Ortsverein Hegi wird dieses Jahr 100 Jahre alt und schenkt sich zum Jubiläum ein grosses Fest für jung und alt. Drei Hegemer erzählen im Gespräch, was den Stadtteil früher und heute beschäftigt. von Gioia Jöhri |
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| Wer OK-Präsident Mario Margelisch in diesen Tagen treffen will, der muss in den Eulachpark kommen. Seit einer Woche schon läuft der Aufbau für das «riesen super Fest», das der Ortsverein (OV) Hegi zu seinem 100-jährigen Bestehen am Wochenende organisiert. Eine Chilbi mit Riesenrad, bekannten Musikgrössen wie Oesch’s die Dritten und einer Festmeile mit allem, was das Herz begehrt. Fast wie ein kleines Albanifest im Eulachpark. «Wir planen seit zwei Jahren. Es wird ein gewaltiges Fest», sagt Mario Margelisch begeistert. Der gebürtige Walliser wohnt seit 2015 in Hegi. Ein richtiger «Alt-Hegemer» sei er also nicht, scherzt er. Deshalb hat er fürs Gespräch über die vergangenen 100 Jahre seine beiden Kollegen Jürg Rohner und Willy Schudel ins Restaurant Eulachpark in der Halle 710 eingeladen. |
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| | «Die Hegemer haben immer ein bisschen rebelliert. Hier draussen wollte man uns jeden Seich hinstellen.» Willy Schudel, im Hegifeld aufgewachsen |
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| Willy Schudel wohnt seit seiner Geburt in Hegi und ist seit Jahrzehnten im OV und weiteren Hegemer Vereinen aktiv. Er erinnert sich an viele Themen, die den Stadtteil über die Jahre beschäftigt haben. Wie kein anderer Stadtteil prägt hier beispielsweise die Eulach das Leben: «Ich war 27 Jahre lang in der Feuerwehr und habe mehr Sandsäcke gestapelt als Feuer gelöscht», erzählt Willy. Er erinnert dabei an die zahlreichen Hochwasserfluten des Stadtflusses, die sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den Dorfkern von Hegi ergossen. Erst der Hochwasserentlastungsstollen von 1976 brachte Entspannung. |
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| 1953 und 1968 gab es die letzten grossen Eulach-Hochwasser in Hegi. (Bild: OV Hegi) |
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| «Die Hegemer haben immer ein bisschen rebelliert. Hier draussen wollte man uns jeden Seich hinstellen», sagt Willy schmunzelnd. Und meint damit die erfolgreichen Kampagnen der Hegemer Bevölkerung gegen einen Sondermüllofen oder eine chemische Fabrik beim Toggenburger. Gegründet haben die Hegemer (Hegemerinnen wurden ab 1968 aufgenommen) ihren Ortsverein vier Jahre nach der Eingemeindung in die Stadt Winterthur. «Die Stadt hielt sich an Oberwinterthur. In Hegi fühlte man sich deshalb vernachlässigt und gründete den OV als Interessensvertretung», erklärt Willy, der auch in der historischen Gruppe des OV aktiv ist. |
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| Willy Schudel (links) und Jürg Rohner freuen sich auf das grosse Fest. (Bild: Gioia Jöhri) |
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| Heute ist der OV zwar immer noch Interessenvertretung, aber vermehrt auch sozialer Kitt im Quartier. Jürg Rohner war von 1991 bis 1999 OV-Präsident und engagierte sich besonders für den sozialen Zusammenhalt. In seiner Zeit entstanden die Adventsfenster, das Jassturnier oder die 1. August-Feier. Als er 1981 nach Hegi zog, war das Dorf ein anderes: «Hegi war lange ein Dorf in der Stadt. Heute ist es eine Stadt in der Stadt», sagt er. Willy Schudel pflichtet ihm bei: «Als Kind konnten wir von der Hegifeldstrasse mit dem Feldstecher die Zeit am Kirchturm in Seen ablesen», erzählt er. Der Bauboom im Hegifeld, Richtung Rümikon und auf dem Areal der ehemaligen Sulzer-Giesserei ist eine der prägendsten Veränderungen. Immer mehr Menschen gehören zum Einzugsgebiet des Ortsvereins und trotzdem sei es immer schwieriger geworden, genügend Helfende zu finden. «Unsere Anlässe sind gut besucht. Die Bereitschaft zum Helfen fehlt jedoch zunehmend», sagt Mario Margelisch. Auch für das grosse Jubiläumsfest suche man noch Leute. |
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| Am Wochenende ist es hier mit der Ruhe vorbei. (Bild: Gioia Jöhri) |
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| Warum engagieren sich Willy, Jürg und Mario freiwillig? «Das wissen wir selbst nicht ganz», scherzen Jürg und Willy. Vordergründig, weil man verschiedene spannende Leute kennenlerne. Und doch: Im stressigen Vorfeld eines Anlasses wisse man manchmal nicht mehr, wieso man sich das Ganze antue. «Aber wenn man dann sieht, dass es allen gefällt, dann vergisst man das ganz schnell», sagt Mario Margelisch. Volle Zelte und gute Stimmung am Wochenende würden ihn und sein Team für alle langen Sitzungen und Mühen entlohnen. |
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| | | | Luchs im Eschenbergwald gesichtet
Den Verdacht, dass es im Eschenbergwald Luchse gibt, hatten sie bei der Jagdgesellschaft Eschenberg schon länger. Nun ist der Beweis erbracht. Forstarbeiter seien auf den Rehkadaver mit verdächtigen Verletzungen gestossen, wie «Watson» gestern berichtete. Anschliessend hätten Jäger:innen eine Fotofalle bei dem toten Tier angebracht, denn: Luchse kehren in der Regel zu ihrer Beute zurück. Während einer Woche ging der Luchs den Jäger:innen gleich mehrmals in die Fotofalle, wie Obmann Harry Kohler auf Anfrage sagt. «Wir finden das eine ganz tolle Sache!». Laut der Schweizer Stiftung für Raubtierökologie und Wildtiermanagement (KORA) leben in der gesamten Schweiz rund 360 Luchse. (Bild: Wildkamera Roger Fritschi) |
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| | Polizeibeamtenverband diskutierte über Ausschluss des KommandantenAn der Jahresversammlung der Winterthurer Sektion im Mai sei ein Antrag auf Ausschluss des Stapo-Kommandanten Anjan Sartory und weiterer Mitglieder der Geschäftsleitung eingegangen. Dies berichtete der «Landbote» gestern. Eine Statutenänderung, die Kadermitglieder der Stapo von der Mitgliedschaft ausgeschlossen hätte, wurde laut einer anonymen Quelle knapp abgelehnt. Sartory hatte das Kommando 2023 während einer schweren Krise der Stapo übernommen, er sollte einen Kulturwandel herbeiführen. Damals war er «unter Applaus» in den Verband gewählt worden. |
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| | Weitere Kurz-NewsHochseeschiff mit grünem Motor: Die «Antwerpen» ist das erste Hochseeschiff der Welt, das mit einem Ammoniakmotor und damit CO2-neutral fährt. Laut der holländischen Reederei wurde es kürzlich in Betrieb genommen, wie Punkt4info berichtet. Den Zweitakter für den Flüssiggastanker, der Ammoniak auch als Fracht führt, hat das Unternehmen WinGD aus Winterthur entwickelt. Die Firma ging ursprünglich aus dem Motorengeschäft der Sulzer hervor. Stadtrat lehnt Einwohnervorrang ab: Bei der Vermietung städtischer Wohnungen und solchen, die städtisch unterstützt sind, sollen Winterthurer:innen bevorzugt werden. Das fordert eine Initiative der städtischen SVP. Der Stadtrat lehnt das Anliegen jedoch ab, wie er gestern bekanntgab. Ein Einwohner:innenvorrang sei nicht Teil der städtischen Wohnstrategie und die Initiative widerspreche der «offenen Haltung» Winterthurs. Ausserem gebe es bereits sinnvolle Vergabekriterien für städtische Wohnungen. Erst kürzlich verwarf der Stadtrat einen Einheimischen-Vorrang auch bei der Umsetzung eines anderen Volksbegehrens, das einen Mindestanteil an preisgünstigem Wohnraum bei grossen Bauprojekten fordert. 100 Millionen für das Wärmenetz: Erst vor wenigen Tagen beschloss das Parlament die nächsten Ausbauschritte des städtischen Wärmenetzes. Damit wird der Rahmenkredit über 70 Millionen Franken, den das Volk 2015 genehmigt hat, ausgeschöpft sein. Deshalb gelangt der Stadtrat nun mit dem nächsten solchen Kredit ans Stadtparlament, danach muss er zusätzlich in einer Volksabstimmung bewilligt werden. Schifffahrt auf dem Schützenweiher: Wer gut beobachtet, der entdeckt am 14. Juni ein U-Boot im Schützenweiher. Oder ein Kreuzfahrtschiff. Von 9 bis 17 Uhr treffen sich dort nämlich Modellkapitän:innen, um ihre Miniaturschiffe auszufahren. Erlaubt sind Elektroantrieb, Segelschiffe und Dampfer. Verbrenner würden die Vögel zu fest stören. Mädchen in die MINT-Fächer: Nur ein Drittel aller Studierenden in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sind Frauen. Das will der Verein Peppermintas ändern. Er organisiert Events, die Mädchen für die MINT-Fächer begeistern sollen. Am 13. Juni findet zum ersten Mal ein Anlass in Winterthur statt ‒ natürlich im Technorama. Er kostet 30 Franken und startet um 13.45 Uhr. |
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| | Der Tennisclub mit einem Container als Lokal
 | Das erste Clubhaus war ein Container Andere Tennisclubs residieren in historischen Villen, verlangen exklusive Eintrittsgelder oder führen Bekleidungsvorschriften im Platzreglement. All das gibt es beim TC Wülflingen nicht. «Am Anfang war es fast wie ein Quartierverein», sagt Christoph Ott, heute in seinem elften Jahr als Vereinspräsident. Eine Nachbarschaftsgruppe aus dem Quartier Taggenberg sei es leid gewesen, für einen preiswert bespielbaren Tennisplatz quer durch die Stadt nach Rümikon zu fahren. Eine gehörige Portion Eigeninitiative und ein passendes Grundstück hätten 1976 die Gründung des Tennisclubs Wülflingen ermöglicht. |
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| Die erste Mannschaft 1978. Gründungspräsident Fritz Fawer stehend in der Mitte, Christoph Ott kniend, rechts. (Bild: zvg) |
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| Dieses Jahr wird der TCWü 50 Jahre alt ‒ und kann trotz seiner bescheidenen Grösse auf einige Erfolge zurückblicken: 1893 wurden mit Jacqueline Fawer und Thomas Blum gleich zwei Mitglieder Junioren-Stadtmeister. In den Nullerjahren stiegen die Jungsenioren in die nationale Liga auf. Und mit Patrick Schaller holte der TCWü 2007 erstmals die Stadtmeisterschaft bei den Herren offen und im Doppel mit Patrick Zollinger auch gleich noch das Herrendoppel offen. Ein aktives Vereinsleben hat sich der TCWü dabei immer bewahrt. Wer beim Unterhalt mithilft, zahlt weniger, es gibt Lotto- und Grillabende. «Und wie viele tausend Portionen Risotto wir an der Wülflinger Dorfet schon serviert haben, will ich gar nicht wissen», lacht Christoph Ott. Der TCWü feiert sein 50-Jähriges am 4. Juli im Clubhaus auf dem Sporrer. |
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| | | Ein Ortsverein organisiert eine ganze Chilbi, Jäger:innen erbringen in aufwendiger Arbeit den Luchsbeweis für den Eschenberg und ein Tennisclub serviert Risotto bis zum gehtnichtmehr. Wenn du mich fragst: Auf diesen Schultern lastet unsere Gesellschaft. Ein Wochenende mit Zuckerwatte wünscht dir, Tizian |
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