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| | Guten Morgen, Ich hoffe, du bist heute nicht als Käfer erwacht. Falls du dich aber fragst, wie in diesem Falle deine Familie reagieren könnte, habe ich Neuigkeiten für dich. Das Theater Winterthur inszeniert Kafkas Klassiker «Die Verwandlung» als Oper. Zudem erfährst du, wie ein neugegründetes JA-Komitee zum ARA-Gestaltungsplan die Abstimmung gewinnen will. |
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| Auf dieser Fläche in Wülflingen sind die Aufforstung und weitere Ersatzmassnahmen für die Waldrodung im Rahmen des ARA-Ausbaus geplant. (Bild: Tizian Schöni) |
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| JA-Komitee zum ARA-Gestaltungsplan gegründet |
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| Das Referendum der IG Fruchtfolgeflächen gegen die Aufforstung auf Ackerland im Niederfeld erfährt organisierten Widerstand. Ein überparteiliches Komitee will sich für die Ersatzmassnahmen einsetzen. von Tizian Schöni |
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Eine IG aus dem bäuerlichen Umfeld hat gegen die geplante Aufforstung im Niederfeld wegen des ARA-Ausbaus das Referendum ergriffen. Nun gründeten Einzelpersonen aus Winterthur ihrerseits ein Komitee, das dafür wirbt, die Vorlage in der Abstimmung am 27. September anzunehmen.
Auf ihrer Website begründet die Gruppierung das «Ja» unter anderem damit, dass die Aufforstung dem Grundwasserschutz diene, dass die Fläche der Stadt gehöre und der Vorschlag ein sorgfältig austarierter Kompromiss sei. Zudem werde die Ackerfläche, die bei der Aufforstung verloren geht, vollständig kompensiert. Aus denselben Gründen hatte das Anliegen im Parlament eine Mehrheit gefunden, und erst vergangene Woche legte sie auch die Stadt noch einmal dar.
Laut Mitteilung sind im Komitee Politiker:innen aller Parteien ausser Mitte und SVP vertreten. Zudem will man mit einer «kleinen Social Media-Kampagne» für Gestaltungsplan und Zonenplanänderung werben. Beides ist nötig, damit der ARA-Ausbau wie geplant weitergehen kann. Werden sie abgelehnt, drohe ein Projektaufschub von mehreren Jahren und Kosten in Millionenhöhe, wie die Stadt an ihrer Medienorientierung bekanntgab.
Ja oder Nein aufschreiben?
Gestern sah sich auch die Stadtkanzlei genötigt, zur Vorlage zu kommunizieren. In ihrer Mitteilung geht es aber um die Abstimmungsfrage. Auch bei dieser Redaktion hatten sich verschiedene Lesende mit der Frage gemeldet, wann ein «Ja» und wann ein «Nein» auf den Stimmzettel gehört, weil die Abstimmungsfrage verwirrend formuliert sei. Die Stadtkanzlei schreibt: «Wer den Gestaltungsplan mitsamt Umweltverträglichkeitsbericht und Zonenplanänderung befürwortet, stimmt mit Ja. Wer den Gestaltungsplan mitsamt Umweltverträglichkeitsbericht und Zonenplanänderung ablehnen möchte, stimmt mit Nein.» |
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| Ein Käfer, fünf Menschen und eine neue Interpretation. (Bild: Pieter Fuhr) |
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| Ein Käfer singt im Theater Winterthur |
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| Das Theater Winterthur bringt am 18. September Kafkas Klassiker «Die Verwandlung» als Oper auf die Bühne. In einer unerwarteten Version. von Sebastian Galli |
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| «Eigentlich müsste man diese Geschichte jedes Jahr einmal lesen», sagt Thomas Guglielmetti, Programmleiter des Theater Winterthur. Kafkas grösstes Werk auf die Bühne zu bringen, stand schon lange auf seiner Liste. Regisseur André Bücker teilt Guglielmettis Faszination für das Werk. Und trotzdem: «Wir haben uns beide jahrelang davor gedrückt», sagt Bücker. Einerseits aus Respekt – es sei ein kleines Buch, das aber eine ganze Welt ausmache. Andererseits aus praktischen Gründen: «Es stellt sich eine einfache, pragmatische Frage: Wie stellt man diesen Käfer dar?» |
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| | «Es stellt sich eine einfache, pragmatische Frage: Wie stellt man diesen Käfer dar?» André Bücker, Regisseur von «Die Verwandlung» |
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| In den über hundert Jahren seit ihrer Veröffentlichung wurde «Die Verwandlung» in verschiedensten Formen neu interpretiert. Die Prämisse ist eigentlich immer die gleiche: Gregor Samsa erwacht eines Morgens als Käfer. Seine Familie ist entsetzt und er wird zunehmend als Belastung empfunden und isoliert, bis er schlussendlich einsam stirbt. Die Version des deutschen Autors Philipp Löhle hatte es Guglielmetti allerdings besonders angetan. Gerade wegen ihres drastischen Perspektivenwechsels. Statt des Protagonisten Gregor Samsa steht dessen Familie auf der anderen Seite der Tür im Zentrum. Die zentrale Frage: Was passiert mit einer Familie, wenn ein Mitglied plötzlich als Käfer erwacht? «Diese Umkehrung fand ich einfach packend», sagt Guglielmetti. Auch Bücker ist begeistert von Löhles Version und beschreibt sie als «verblüffend, unterhaltsam und äusserst komisch». Keine gewöhnliche OperWie ihr Protagonist erwacht Löhles Version von Kafkas Klassiker auf der Bühne des Stadttheaters aber in einer neuen Form. Eine Oper habe immer etwas Artifizielles, sagt Guglielmetti. Für Bücker ist sie die «grösste und absurdeste der Bühnenkünste». Die beiden sind sich einig: Genau deshalb passt die Oper als Form perfekt zu dieser absurden Geschichte. |
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| André Bücker und Thomas Guglielmetti haben sich nun doch an «Die Verwandlung» gewagt. (Bild: Sebastian Galli) |
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| In Töne gesetzt hat die Oper der deutsche Komponist Gordon Kampe. Die Absurdität und Komik des Stücks spiegelten sich in Kampes Musik, sagt Bücker. Gerade beim Käfer. Dieser sänge nicht nur, sondern würde auch mit Klängen und Geräuschen verkörpert, die über ein Orchester hinausgehen. Zudem erhält das Ungeziefer mehrere Stimmen. Gleich vier Sänger:innen und eine Choreografin schlüpfen in Gregor Samsas Panzer aus Chitin. «Für uns war klar, dass der Käfer etwas Entfremdetes und Skurriles haben muss», sagt Regisseur Bücker. Gut zwei Jahre war die Eigenproduktion in Planung. Am 18. September feiert sie auf der Bühne des Theater Winterthur ihre Uraufführung. Für das Publikum sei es eine Gelegenheit, alte Vorurteile über das Medium der Oper abzulegen, sagt Guglielmetti. Denn die Version von Kafkas «Die Verwandlung» des Theater Winterthur sei definitiv mehr als das gelbe Reclam-Heft aus der Schulzeit. |
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| | | | Kiwi Classics bringt den Dude zurück: «The Big Lebowski» (1998) serviert Bowling, White Russians und absurdes Chaos. Mit Jeff Bridges, John Goodman, Julianne Moore, Steve Buscemi und John Turturro. Freitag, 18. September 2026, Kiwi Center, E/d. |
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| | | | Stadt will mit Gisi nichts zu tun habenWie das Haus an der General-Guisan-Strasse 31 genutzt werde, sei «Sache der Eigentümerschaft». Das schreibt der Stadtrat in seinem Beschluss zur Petition, welche das Kollektiv «Subcultura» im März eingereicht hatte. Es sei auch nicht Aufgabe der Stadt, einen Dialog zwischen der Eigentümerin SKKG, dem Kollektiv und der Stadt zu organisieren. (tz) |
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| | KSW verpflichtet Dr. Philipp Bühler fest als CMO
Bereits Anfang Januar hatte Dr. Bühler interimistisch das Amt des Chief Medical Officer (CMO) beim Kantonsspital Winterthur angetreten. Nun haben sich CEO Guido Speck sowie der Spitalrat dazu entschieden, Dr. Bühler ab 2027 fest zu verpflichten. Er bleibt daneben auch Chefarzt des Zentrums für Intensivmedizin. (Bild: zvg) |
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Nicht genügend Unterschriften für Initiative: Die von den Jungen Grünen im Dezember lancierte Initiative für ein «möglichst autofreies Winterthur» scheiterte an der Unterschriftensammlung. Das geht aus einem Stadtratsbeschluss hervor, der den Ablauf der sechsmonatigen Frist feststellt. Für eine Volksinitiative auf kommunaler Ebene wären 1000 Unterschriften nötig gewesen. (tz)
Jetzt knallt’s wieder: Wie die Stadt in einer Mitteilung schreibt, hebt sie ab sofort das absolute Feuerwerksverbot auf, das seit Mitte Juli gilt. Die Niederschläge in den vergangenen Tagen haben die Wald- und Flurböden oberflächlich durchfeuchtet. Die Stadt folgt so dem Kanton, der sein Feuerverbot im Wald ab Mittwoch aufgehoben hat. Beim Umgang mit Feuerwerk sei dennoch stets Vorsicht geboten. |
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| Podiumsdiskussion zu den aktuellen Herausforderungen in der globalen Gesundheit Der politische Rückhalt für Entwicklungszusammenarbeit nimmt ab und langfristige Partnerschaften geraten unter Druck. Die Stiftung Kimongo engagiert sich seit 20 Jahren in der Demokratischen Republik Kongo. Anlass genug, gemeinsam mit namhaften Expert:innen über aktuelle Herausforderungen und mögliche Lösungswege in der globalen Gesundheitsversorgung zu diskutieren. Komm zur Podiumsdiskussion «Global Health at the Crossroads» im Kino Cameo, Winterthur am Sonntag, 20. September, 17.15 bis 18.00 Uhr! |
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| Winti weiss, dass Hans von Hinwil den Zürchern trotzte
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… dass Hans von Hinwil den Zürchern trotzte |
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| Eine Leser:in hat einen Traum: Den Kanton Winterthur und Unabhängigkeit von Zürich |
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| Bereits 1467 gelang Winterthur unter die Hoheit des Zürcher Stadtstaates. Auch wenn die Eulachstadt immer gewisse städtische Rechte hatte, war sie immer Teil von Zürich. Und das wurde auch nie so richtig angezweifelt: Bis auf den Freiheitsbrief von 1544. So wurde der Zürcher Rat 1549 informiert, dass sich Winterthur zuvor hinter seinem Rücken an den Kaiser des Heiligen Römischen Reiches wandte und die Zürcher Hoheit in Frage stellte. Das gefiel den Zürchern so gar nicht. So richteten sich die Winterthurer an Kirchweihe Zürich, um zu «erzeigen, dass sie gut Zuricher seigen» und die wenigen involvierten Kleinräte «usseinfaltigkeit» gehandelt hatten. Denn dieser Freiheitsbrief sei nicht von Winterthur selbst, sondern von Hans von Hinwil geschrieben worden und er habe den Grossen Rat nicht informiert. Nach langem Hin und Her bat ein Winterthurer um väterliche Gnade, da sich die Winterthurer doch immer als treue, ehrliche, redliche und gehorsame Untertanen erwiesen. So wurde der «erdichtete» Freiheitsbrief durchstochen und somit entwertet. |
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| | Egal, mit wie vielen Beinen du heute aus dem Bett gestiegen bist, oder welchen Acker du pflügen musst – ich wünsche dir gutes Gelingen! Bis bald, Sebastian von WNTI |
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