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| | Guten Morgen «Spitalkeim»: Das tönt giftig, ich weiss. Trotzdem ist das Bakterium, das für die Schliessung des Naturpools zuständig ist, Teil unseres unsichtbaren Alltags. Wir tragen es mit uns herum und deshalb eben auch ins Wasser. Und falls dich Biologie nie interessiert hat, liest du heute auch, weshalb der Anteil an Genossenschaftswohnungen in der Stadt weniger stark gestiegen ist als verlangt.
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| Der Höchstwert von zehn Bakterien pro 100 Milliliter wurde im Naturpool um das Zehnfache überschritten. Das gesundheitliche Risiko sei jedoch auch bei dieser Konzentration noch gering, sagt Kantonschemiker Martin Brunner. (Bild: Linus Fischer) |
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| Spitalkeim im Naturpool ‒ bis auf Weiteres geschlossen |
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| Seit Donnerstag ist der Naturpool im Schwimmbad Geiselweid geschlossen. Grund dafür ist ein Spitalkeim, der sich durch die vielen Badegäste und die hohen Temperaturen in zu hohen Mengen im Wasser befindet. von Tizian Schöni |
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| «Aufgrund der langanhaltenden Hitze können wir die geforderten Wasserwerte aktuell nicht gewährleisten», steht auf einer Tafel, die vor dem Naturpool im Schwimmbad Geiselweid aufgestellt ist. Auf Anfrage bestätigt das Marco Decker, Betriebsleiter des Hallen- und Freibads. Das kantonale Labor, welches die Wasserqualität der Bäder regelmässig überprüft, habe einen überschrittenen Höchstwert für das Bakterium Pseudomonas aeruginosa festgestellt. |
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| Selbst für den Naturpool war es in den vergangenen Tagen zu heiss. Frischwasser und ein temporäres Badeverbot sollen die Wasserqualität nun wieder heben. (Bild: Linus Fischer) |
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| Pseudomonas aeruginosa ist bekannt als Spitalkeim, der gegen verschiedene Antibiotika resistent ist und sogar in gewissen Desinfektionsmitteln überleben kann. Der in der Verordnung über Trinkwasser sowie Wasser in öffentlich zugänglichen Bädern und Duschanlagen (TBDV) definierte Grenzwert liegt bei zehn Bakterien pro 100 Milliliter Badewasser. «Er wurde etwa um das Zehnfache überschritten», sagt Kantonschemiker Martin Brunner. Das tönt zwar beunruhigend, passiere laut Brunner in Badeanlagen mit biologischer Wasseraufbereitung aber relativ schnell. Einerseits trügen die vielen Badgeäste das Bakterium selbst mit ins Wasser ein, andererseits begünstige die hohe Temperatur das Wachstum der Keime. Das gesundheitliche Risiko sei bei diesen Keimzahlen noch immer sehr gering, sagt Brunner. In normalen Becken würden Pseudomonas aeruginosa und andere Keime durch die Beigabe von Chlor abgetötet. «Das geht beim Naturpool natürlich nicht», sagt der Kantonschemiker. Im Geiselweid lässt man das Becken deshalb erst einmal ruhen. «Wir haben Frischwasser hinzugegeben, um den Pool abzukühlen und den Wassermix zu verdünnen», sagt Betriebsleiter Marco Decker. Das Geiselweid prüft das Wasser des Naturpools alle drei Wochen, zusätzlich nimmt das kantonale Labor ein bis zwei Proben pro Saison. Er sei am Freitag persönlich mit der neuen Wasserprobe ins Labor gefahren, spätestens heute erwarte man die Resultate, sagt Decker. Schwimmen im Naturpool dürfte also bald wieder möglich sein. |
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| Rund drei Viertel der hinzugekommenen, gemeinnützigen Wohnungen stammen von einem einzigen Ankauf der Glattal-Genossenschaft an der Büelhofstrasse. (Bild: zvg) |
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| 120 Genossenschaftswohnungen ‒ war das zu ambitioniert? |
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| Gerade einmal jede zehnte Wohnung gehört in Winterthur gemeinnützigen Wohnbauträgern, in der Stadt Zürich ist es jede Vierte. Das Stimmvolk sprach sich 2024 für eine Erhöhung dieses Anteils aus. Die Bilanz nach einem Jahr ist ernüchternd. von Tizian Schöni |
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| 300 neue Genossenschaftswohnungen pro Jahr: Das wollte eine Initiative der SP, die 2023 eingereicht wurde. «Wohnen für alle» versprach der Titel, bis 2040 sollte der Anteil an gemeinnützigen Wohnungen in Winterthur auf rund 25 Prozent erhöht werden. Das Parlament schrumpfte dieses Ziel ein erstes Mal. Nach den Beratungen der Aufsichtskommission blieben 150 Wohnungen. Doch auch das war für den Stadtrat noch zu viel. Stadtpräsident Mike Künzle (Mitte) sagte: «Das wird ganz schwierig, nur schon 120 zu erreichen» ‒ sein Gremium senkte die Vorgabe erneut. Das Stimmvolk bestätigte im November 2024 die Meinung des Stadtpräsidenten: 120 Wohnungen sollten es sein. Die Initiative und den Gegenvorschlag des Parlaments verwarfen die Winterthurer:innen knapp. Am 1. Juli 2025 erliess der Stadtrat eine entsprechende Verordnung ‒ und nun, ein Jahr später ‒ ist nicht einmal dieses Ziel erreicht. |
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| Übersicht der Volksinitiativen zum Thema Wohnen der letzten zehn Jahre. (Grafik: WNTI) |
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| Dies teilte der Regionalverband der Wohnbaugenossenschaften vergangene Woche mit. Lediglich 83 Wohnungen sind neu dazugekommen, verantwortlich dafür sind exakt zwei Zukäufe von Genossenschaften: Die Wohnbau-Genossenschaft Waldheim erwarb an der Freihofstrasse 20 Wohnungen. Und die Baugenossenschaft Glattal Zürich kaufte an der Büelhofstrasse sieben Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 64 Wohneinheiten. Letzteren Kauf hatte die Stadt mit einem zinslosen Darlehen von zwei Millionen Franken unterstützt (WNTI berichtete), was sie gerne als aktive Steuerungsmassnahme verkauft. Dass dieses Darlehen für die Baugenossenschaft Glattal den Ausschlag gegeben habe, darf jedoch bezweifelt werden ‒ der durchschnittliche Hypothekarzinssatz der Genossenschaft beträgt laut Geschäftsbericht 2024 lediglich 1,24 Prozent. Auch die Präsidentin des Regionalverbands der gemeinnützigen Wohnbauträger, Doris Sutter Gresia, bestätigte gegenüber WNTI im März, Geld sei nicht das Problem: «Das Zinsniveau ist schon seit Jahren tief, und viele Genossenschaften gehen einfach zur Bank, wo die Auflagen für einen Kredit tiefer sind.» |
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| | «Auch im kommenden Jahr dürfte das Ziel schwierig zu erreichen sein.» Stadt Winterthur, Departement Präsidiales |
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| In der Wohnstrategie, welche die Stadt im April verabschiedet hat, nennt die Verwaltung drei weitere Massnahmen, mit der sie den vorgegebenen Anteil erreichen will: die Vergabe eigener Grundstücke im Baurecht, die Einbindung von gemeinnützigen Wohnbauträgern in private Areal- und Gebietsplanungen sowie das Festsetzen eines Mindestanteils von gemeinnützigem Wohnraum an grossen Bauprojekten. Letztere Massnahme ist momentan pendent beim Stadtparlament. Sie geht auf eine Volksabstimmung von 2014 zurück und soll bei grossen Arealüberbauungen einen Anteil von 20 bis 50 Prozent an preisgünstigem Wohnraum sicherstellen. «Auch im kommenden Jahr dürfte das Ziel schwierig zu erreichen sein», schreibt die Stadt auf Anfrage. Entscheidend sei, ob gemeinnützige Wohnbauträger bestehende Liegenschaften erwerben könnten. Dabei wolle man vor allem eine vermittelnde Rolle einnehmen, um Kooperationen anzustossen. Entsprechende Prozesse liefen bereits, bis sich Erfolge zeigten, könne es jedoch noch mehrere Jahre dauern. Der Regionalverband der Genossenschaften schreibt in seiner Mitteilung, es sei nicht davon auszugehen, dass im kommenden Jahr Neubauprojekte abgeschlossen würden. Auf Nachfrage gesteht Doris Sutter Gresia ein: «Die Stadt kann nicht zaubern». |
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| Softwareentwicklung in Winterthur Auch wenn Winterthur (noch) nicht als Schweizer Silicon Valley gilt, gibt es hier zahlreiche Unternehmen, die professionelle Softwareentwicklung anbieten. Sie schaffen hochwertige Lösungen und wichtige Arbeitsplätze in der Region. Dennoch schrecken viele KMU vor individuellen Softwareprojekten zurück – sie gelten als teuer, aufwändig und kompliziert. Die 2022 in Winterthur gegründete Heuresis AG bietet deshalb bewusst eine niederschwellige Softwareentwicklung an. |
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| | | | Gisi: Letzte Frist abgelaufenAm 3. August setzte die Terresta AG den Bewohnenden der General-Guisan-Strasse 31 eine letzte Frist, um das Gebäude zu verlassen (WNTI berichtete). Gestern ist diese Frist abgelaufen und die «Wohngemeinschaft Gisi» sei den Forderungen nicht nachgekommen, wie Ariel Leuenberger, Leiter Kommunikation bei Terresta, sagt. Die Immobilienverwaltung werde heute eine Strafanzeige einreichen. (lf) |
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| | Weitere Kurz-NewsRettung für Mittwoch am Montag: Die US-amerikanische Band «Wednesday» hatte wohl keine so schöne Ankunft am Zürcher Flughafen: Die Gitarre der Frontfrau Karly Hartzman war verloren gegangen und die Band hatte gestern ihren Auftritt an der MFW. Wenige Stunden vor dem Konzert verkündete sie jedoch über Instagram, dass sie eine Gitarre organisieren konnte. (lf) Kein Erfolg am Schaffhauser Kantonalschwingfest: Am Sonntag schwangen sich 126 Schwinger durch das Sägemehl der BBC Arena in Schaffhausen. Darunter auch sechs vom Schwingklub Winterthur. Patrick Rüegg war der Beste unter ihnen und belegte mit seinen 55,75 Punkten den Rang 9b. (mm) Hart, härter, Trainingslager: Während fünf Tagen war Pfadi Winterthur im deutschen Linden im Trainingslager, das berichtet der Handballclub. Die Mannschaft bestritt während des Trainingslagers drei Testspiele. Gegen die HSG Wetzlar und den TV Hütten musste man sich knapp geschlagen geben. Ein Sieg konnten die Handballer gegen HSG 2000 Coburg einfahren. (mm) Aus alt mach neu: An der «Reparier Bar» am 22. August reparieren Profis im Museum Schaffen zwischen 12 und 16 Uhr kaputte oder defekte Dinge. Bring dein altes Velo, den defekten Mixer, die verschlissene Jeans und was es sonst noch alles so gibt vorbei, die Reparaturen sind gratis. (mm) |
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| | | Die perfekte App für deinen Tagesausflug Für spontane Ausflüge oder gemeinsame Erlebnisse: Nur noch bis zum 16. August 2026 gibt es den ZVV-9-Uhr-Tagespass in der ZVV-App zum halben Preis. |
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| Best of Stadtmelder: Aufreger Ohrbühlkreisel
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| Die Baumrigole mit «Zürcher Substrat» am Ohrbühlkreisel. Der störende Bewuchs war zur Zeit, als das Foto aufgenommen wurde, bereits wieder weg. (Bild: Tizian Schöni) |
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| Aufreger am Ohrbühlkreisel «Dunkel angezogene radfahrende Individuen (vor auf allem Rennvelos) können teilweise erst im letzten Moment kürzestzeitig vor der eigenen Einfahrt in den Kreisel erkannt werden.» Bei diesem Schreibstil drängt sich die Frage auf: War das noch eine Stadtmelder-Meldung ‒ oder schon Politik? Auf jeden Fall zeigt sich die Melder:in unzufrieden mit dem dichten Bewuchs auf einer der Mittelinseln am Ohrbühlkreisel. Die Massnahmen am Ohrbühlkreisel sind Teil eines Tests verschiedener «Schwammstadt-», also Versickerungskonzepte. Das System, das die Melder:in so nervt, ist eine Baumrigole mit «Zürcher Substrat». Dabei handelt es sich um ein dreischichtiges System aus Schiefer, Kies und Erde, das versickerndes Wasser optimal einem Stadtbaum zuführen soll. Entwickelt wurde es eigens für die Stadt Zürich an der ZHAW. «Ev. hätten beim Umbau auch anschliessende regelmässige Kontroll- und Wartungsaufgaben mit eingeplant werden sollen», schreibt die enervierte Autofahrer:in zum Schluss. Sie darf sich freuen: Ausgewertet werden die sechs verschiedenen Konzepte im Frühling 2027. |
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| | Also wenn du mich fragst, bin ich schon gespannt auf die Auswertung der Versickerungssysteme. Ein Titel liegt schon in der Schublade: «Zürich schluckt am meisten!». Wir sehen uns an den MFW, Tizian |
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