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| | Guten Morgen Ab heute gehen Winterthurer:innen mit einem anderen Gefühl durch den Bahnhof als bisher. Wir haben versucht, die Ereignisse zusammenzufassen.
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| Dutzende Einsatzkräfte waren am Donnerstag vor Ort. (Bild: Tizian Schöni) |
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| Messerangriff am HB: Täter war vorbestraft und «dschihadistisch motiviert» |
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| Er verletzte am Donnerstagmorgen drei Passanten am HB zum Teil schwer mit einem Messer. Nun ist klar: Der Täter war psychisch krank und mehrfach vorbestraft. Sein Name tauchte vor zehn Jahren bereits in Ermittlungen im Zusammenhang mit der An’Nur-Moschee auf. von Tizian Schöni |
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| «Ich bezeichne das ausdrücklich als Terrorakt», sagte der Zürcher Sicherheitsvorsteher Mario Fehr an einer Medienkonferenz wenige Stunden nach der Tat. Um 8.28 Uhr hatte die Polizei ein Notruf erreicht. Nur fünf Minuten später war der Täter gefasst. In der Zwischenzeit schaffte es der 31-Jährige trotzdem, drei Männer mit einem Messer zu verletzen. Bei zweien stehe die Entlassung unmittelbar bevor oder sei sogar schon geschehen, sagte Kapo-Kommandant Marius Weyermann an der Konferenz. Sie seien am Bein und am Hals verletzt worden. Das dritte Opfer, ein 52-Jähriger, sei am Oberschenkel verletzt worden und musste notoperiert werden. Tat mit islamistischem HintergrundBereits am Morgen verbreitete der «Blick» ein Video, auf dem der Täter mutmasslich «Allahu akbar» schrie, bevor er zur Tat schritt. Mittlerweile konnte die Kantonspolizei den extremistischen Hintergrund des Täters definitiv nachweisen. Sein Name taucht in den Ermittlungen zur An’Nur-Moschee auf. Das Gotteshaus in Winterthur stand vor zehn Jahren immer wieder in den Schlagzeilen, etwa weil Prediger zur Gewalt an Andersgläubigen aufgerufen hatten. Zudem hatten sich 2015 mehrere Jugendliche in der Moschee radikalisiert. Sie reisten anschliessend nach Syrien und schlossen sich dort der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) an. Der Täter war Schweiz-Türkischer Doppelbürger und lebte in Winterthur. 2024 habe er noch einen Antrag auf die Erneuerung seines Passes gestellt, reiste dann aber im August desselben Jahres in die Türkei, wie Mario Fehr bekanntgab. Erst wenige Tage vor der Tat sei er zurückgekehrt. Am Montag habe er dann die Notrufnummer 117 gewählt und «wirre Aussagen» gemacht. Schliesslich habe die Polizei für ihn eine fürsorgerische Unterbringung beantragt, worauf er in die Integrierte Psychiatrie (IPW) überwiesen wurde. Täter war in Psychiatrie eingewiesenNur einen Tag darauf verliess der Mann die Klinik von selbst und musste durch die Polizei zurückgebracht werden. Schliesslich sei er von einem Arzt am Mittwoch als «nicht mehr selbst- und fremdgefährdend» eingeschätzt worden, ein freiwilliger Aufenthalt sei ihm aber empfohlen worden. Am Mittwochabend verliess der Mann die Psychiatrie in Wülflingen. Der Regierungsrat werde beim Staatssekretariat für Migration beantragen, dem Mann das Schweizer Bürgerrecht zu entziehen. «Weil wir solche Leute wirklich, wirklich nicht hier haben wollen», sagte Mario Fehr am Donnerstagnachmittag vor den Medien. |
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| V.l.: Armin Bachofner, Judith Maag und Martin Joss am Standort des neuen Recy-Hofs. (Bild: Gioia Jöhri) |
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| Maag gibt privates Recycling ab |
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| Manchmal ist es Zeit auszumisten. Und wohin bringt man das kaputte Kinderbädli, den alten Computer oder die Stehlampe? Zu Maag Recycling in der Grüze. Ab 2028 ändert sich das: Die Firma gibt das Geschäft mit privaten Wertstoffen ab, dafür baut die Stadt einen neuen Recycling-Hof ganz in der Nähe. von Gioia Jöhri |
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| Judith Maag ist nervös vor der Medienkonferenz in den Räumen von Stadtwerk. Nur 500 Meter vom Treiben auf dem Gelände der Maag Recycling AG entfernt, haben Vertreter des städtischen Tiefbauamtes und die Maag-Geschäftsführerin eingeladen, um von grossen Plänen zu erzählen. Ab 2028 werden die Winterthurer:innen nicht mehr bei Maag entsorgen, sondern auf einem neuen städtischen Recycling-Hof. Schon lange suche man zusammen mit der Stadt eine Lösung für das ständige Verkehrschaos rund um das Areal. «An Spitzentagen, zum Beispiel nach Pfingsten oder Auffahrt, kommen pro Tag 2500 Kund:innen vorbei», sagt Judith Maag. Die meisten mit dem Auto, das sei halt dem Recycling-Business geschuldet. Niemand fahre mit dem Velo ein kaputtes Sofa durch die halbe Stadt. Zudem kämen laufend neue Wertstoffe hinzu, die man recyceln könne, erklärt Judith Maag. «Wir spielen Tetris und das schon seit vielen Jahren.» Der neue Recycling-Hof sei deshalb für alle eine Chance. Denn was nur wenige wissen: Das Kerngeschäft von Maag Recycling sind nicht private Kund:innen, sondern die Verwertung und Aufbereitung von Wertstoffen aus der Industrie. Darauf wolle man sich in Zukunft fokussieren. Ohne Wehmut habe sie den Entscheid nicht getroffen, auch wenn sich die Mitarbeitenden bereits auf mehr Platz freuten. |
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| Der neue Standort ist verkehrstechnisch besser gelegen, auch weil es keine Anwohnenden gibt. (Bild: Gioia Jöhri) |
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| Der neue Recycling-Hof kommt an die Kronaustrasse, gleich neben die Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) und nur 500 Meter Luftlinie vom Maag-Areal entfernt. Dort stehen zwei Hallen, die die Stadt heute als Lager nutzt. Das werde in Zukunft anders organisiert, erklärt Martin Joss vom Tiefbauamt. Neu ist die Stadt selbst für den «Recy-Hof» zuständig, Maag Recycling jedoch weiterhin für die Verwertung der Wertstoffe. Erfreuliche Neuerungen verkündet Joss zudem für alle Tössemer und Wülflingerinnen: Sie sollen zwei kleinere bediente Recycling-Höfe erhalten. Wo genau sie hinkommen, ist jedoch noch unklar. Auch an den neuen Standorten werde alles in Empfang genommen, was kein Kehricht oder Kompost sei, sagt Joss. Und Karton und Papier abzugeben sei zwar weiterhin möglich, aber dafür gebe es die Sammeltouren im Abfallkalender. In Zukunft sei deshalb eine Gebühr für Karton und Papier eine Möglichkeit, erklärt Joss. |
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| Diese Hallen an der Kronaustrasse werden abgerissen. (Bild: Gioia Jöhri) |
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| Der neue Recy-Hof ist keine langfristige Lösung. «Das Quartier um die KVA entwickelt sich in den nächsten Jahren stark und wird zum Zentrumsgebiet», erklärt Armin Bachofner. Er leitet die Entsorgung beim Tiefbauamt. In 10 bis 15 Jahren sei der Recy-Hof nicht mehr am richtigen Ort und werde dann direkt im Areal der KVA integriert. Die verkehrstechnische Situation auf dem Maag-Areal mache aber eine Lösung schon heute nötig, und auf das KVA-Areal selbst könne man noch nicht, weil es in den nächsten Jahren modernisiert werde, erklärt Martin Joss. Bis Ende 2026 gehe man nun in die Detailplanung und lasse den Kredit von vier Millionen Franken von Stadtrat und Stadtparlament absegnen. Gelingt der ambitionierte Zeitplan, wolle man schon 2028 den neuen Recy-Hof in Betrieb nehmen. Sicher ist, dass Maag Recycling und die Stadt weiterhin partnerschaftlich zusammenarbeiten. Es sei denkbar, dass die Stadt für den Recy-Hof Maag-Mitarbeitende übernehmen werde. «Bis dahin empfangen wir aber wie gehabt alle Winterthurerinnen und Winterthurer, die nach dem Frühlingsputz Überzähliges zurück in den Kreislauf geben möchten», versichert Maag-CEO Judith Maag. |
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| | | | | Gebrauchte Office-Lizenzen sparen MillionenWeil der Support für die bisherigen Lizenzen ausläuft, kauft die Stadt für rund 386’000 Franken 4000 Microsoft Office-Lizenzen von einem innerschweizer Broker. Dies geht aus dem Protokoll der Stadtratssitzung vom 6. Mai hervor. Mit dem Kauf der gebrauchten Lizenzen fand die Stadt eine besonders kostengünstige Lösung. Ursprünglich hatten die Informatikdienste (IDW) ab 2026 ‒ jährlich wiederkehrend ‒ 1,7 Millionen Franken für Microsoft 365-Abos budgetiert. Durch die Submission werden die Kosten für die nächsten vier Jahre «deutlich tiefer» sein, wie die IDW auf Anfrage bestätigen. |
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| | Weitere Kurz-NewsMarkus Kuster zurück beim FCW: Vom Winter 2023 bis Sommer 2025 war der 1.95-Meter-Mann schon einmal Goalie beim FCW gewesen. Unter Patrick Rahmen wurde er jedoch zur Nummer zwei, am Ende der Saison 24/25 lief sein Vertrag aus. Nun freue man sich auf die Routine und Ruhe von «Kusti», der das sonst junge Goaliteam ideal ergänzen werde, wird Sportchef Oliver Kaiser in einer Mitteilung des FCW zitiert. So baut man eine Bibliothek in eine Scheune: An der Hohlandstrasse im Dorfkern von Oberi saniert Terresta eine ihrer Liegenschaften. In dem Bauernhaus soll künftig die Quartierbibliothek unterkommen (WNTI berichtete). Am 9. Juni lädt der Winterthurer Heimatschutz zu einer Führung durch das spezielle Objekt. Initiative für Grüzefeld-Park zustande gekommen: Im Oktober hatte die EVP eine Initiative eingereicht, um die grosse Fläche im Gutschick-Quartier, die momentan landwirtschaftlich genutzt wird, in einen neuen Stadtpark zu verwandeln. 1154 der 1265 eingereichten Unterschriften erklärte die Stadtkanzlei für gültig. Nun hat der Stadtrat vier Monate Zeit, um dem Parlament vorzuschlagen, wie das Anliegen weiterverfolgt werden soll. |
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| Teste und gewinne am Winterthurer Velofrühling Am Samstag, 30. Mai, kannst du ausprobieren, was die Velostadt bewegt: 18 lokale Geschäfte stellen am Winterthurer Velofrühling über 100 verschiedene Testbikes bereit: Vom schnellen Gravelbike bis zum familienfreundlichen Transportvelo, vom schicken Stadtflitzer bis zum kräftigen E-Mountainbike. Wer ausprobiert, profitiert mit etwas Glück gleich doppelt: Unter allen Testfahrer:innen verlosen die Velohändler 60 Velopreise im Wert von 6700 Franken. Mehr dazu und das ganze Programm des Winterthurer Velofrühlings findest du online: |
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| Forum Architektur testet «Wasserpotenzial» der Stadt
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| Im Sommer auch eine Badi: Der Brunnen vor dem Sulzerhochhaus. (Bild: wintipix.com) |
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| Winti ohne See ‒ aber mit viel Wasserpotenzial Eulach, Töss, Mattenbach, Walcheweiher, Brunnen: Es gibt viel Wasser in Winterthur, auch wenn der See oder grosse (und tiefe) Fluss fehlt. Die Veranstaltung «Wasser und Stadt» des Forum Architektur will dem Potenzial der Winterthurer Gewässer in der Stadt am 4. Juni nachgehen. Gäste aus Tiefbauamt, Stadtgrün, aus der Landschaftsarchitektur und vom Verein WintiWelle diskutieren über ungenutztes Potenzial der Kühlung und der Schaffung von attraktiven Lebensräumen. Zudem schauen sie auf aktuelle Projekte am Wasser in Winterthur. Mehr Infos gibt es hier. |
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| | Am Donnerstag wartete eine Gruppe Medienschaffender ‒ darunter auch ich ‒ auf den Sprecher der Kapo. Da ruft uns ein Mann lautstark entgegen: «Wenn ihr richtig abstimmt, passiert uns so etwas nicht mehr!» Liebe Leser:in ‒ ziehe deine eigenen Schlüsse. Aber ziehe sie nicht vorschnell. WNTI berichtet weiter. Bis bald, Tizian |
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