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| | Guten Morgen Drei Abstimmungen, dreimal ein klares Ja. Oder war es jetzt ein Nein beim ARA‑Gestaltungsplan? Zuletzt zweifeln sogar Leser:innen, ob sie die Abstimmungsfrage richtig verstehen. Jetzt ist der Mist gerettet. Der FCW kriegt seine neuen Garderoben und Tribünen, der Adlergarten eine zeitgemässe Erweiterung und die Töss erhält mehr sauberes Wasser.
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| «Ich habe dem Sonntag nicht ganz so entspannt entgegengeblickt wie meine Vorredner», sagte Christa Meier (SP, 2.v.r.). (Bild: Linus Fischer) |
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| Winterthur erteilt den Bauern eine klare Absage |
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| Mehr als drei Viertel der Stimmberechtigten verwarfen das Referendum der IG Fruchtfolgeflächen ‒ damit kann der Ausbau der ARA Hard weitergehen. Trotz der deutlichen Niederlage zieht das Referendumskomitee auch positive Schlüsse. von Tizian Schöni |
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| Am wenigsten Ja-Stimmen kamen aus Wülflingen. 68 Prozent der Stimmberechtigten im Stadtteil nahmen Gestaltungsplan und Zonenplanänderungen an und sprachen sich damit gegen das Referendum der IG Fruchtfolgeflächen aus. Der Zusammenschluss aus Winterthurer Landwirt:innen hatte damit die Aufforstung auf wertvollem Landwirtschaftsland verhindern wollen. Das Resultat ist interessant, weil es genau die Wülflinger:innen sind, die besonders von einem aufgewerteten Naherholungsgebiet profitieren werden, wie es die Stadt im Niederfeld verspricht. Ein Zeichen dafür, dass individuelle Interessen für den Entscheid am Ende doch weniger Gewicht hatten, als gedacht? In den anderen Stadtteilen sagte die Bevölkerung jedenfalls noch deutlicher Ja. Am höchsten war die Zustimmung mit 86 Prozent im Kreis Altstadt. |
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| «Ich habe dem Sonntag nicht ganz so entspannt entgegengeblickt wie meine Vorredner», sagte Christa Meier (SP, 2.v.r.). Die Stimmberechtigten folgten schliesslich auch beim ARA-Referendum klar der Empfehlung der Exekutive. (Grafik: WNTI) |
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| «Die Winterthurer:innen sagten im Juni sehr deutlich Ja zum Ausbau», sagte Bauvorsteherin Christa Meier (SP) am Sonntag im Superblock. Den 276-Millionen-Kredit hatten die Stimmberechtigten mit über 90 Prozent Zustimmung angenommen. Trotzdem habe sie der Abstimmung nicht ganz so entspannt entgegengeblickt. Auch Martina Blum (Grüne) als Vorsteherin der Technischen Betriebe erwähnte die «seitenweisen Leserbriefe», die es wegen des Referendums gegeben hatte. Doch 78,6 Prozent seien «sehr deutlich», Winterthur habe die Wichtigkeit des Projekts erkannt. Die Argumente der IG, die mit dem Slogan «Winti isst vo eusne Böde» voll auf die Ernährungssicherheit gesetzt hatte, überzeugten die Stimmberechtigten nicht. «Wir haben gewusst, dass es schwierig wird, das zu reissen», sagt Stadtparlamentarier Jan Ehrbar (SVP) am Sonntagnachmittag. Es sei schwierig zu vermitteln gewesen, was es heisse, wenn eine Fruchtfolgefläche «ersetzt» werde. Die Auslagen im Migros blieben deswegen trotzdem voll. Und für den betroffenen Betrieb bleibe ein Wegfall von drei Hektaren existenziell. |
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| Das Niederfeld vor und nach der geplanten Aufforstung. Eine Bachrenaturierung (links) ist inzwischen nicht mehr Teil des Projekts. (Grafik: WNTI) |
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Ob die IG weiteren Widerstand gegen die Aufforstung plant, kann Ehrbar noch nicht sagen. «Wir werden unsere Rückschlüsse aus dem Resultat ziehen», sagt der Landwirt. Nun wolle man erst einmal diesen Tag verdauen. Trotz der deutlichen Schlappe findet er auch etwas Positives: Durch den Abstimmungskampf sei vielen bewusst geworden, dass es überhaupt Landwirtschaftsbetriebe auf Gemeindegebiet gebe. Nun kann die Gestaltungs- und Zonenplanänderung dem Kanton zur Prüfung vorgelegt werden. Ist dessen Segen erteilt und das Baugesuch genehmigt, kann der erste Ausbauschritt im Westen der Anlage starten. Die Rodung im Osten ist erst für die zweite Etappe nötig, die Ersatzaufforstung komme 2029 bis 2031. Bis die Bäume dann ausgewachsen sind, dauert es mindestens zehn Jahre ‒ und noch einmal länger, bis der Wald seine ökologische Wirkung voll entfalten kann. |
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| Jedes Jahr treffen sich Ehemalige der FCW-Familie auf der Schützenwiese. Dieses Jahr sprachen die Legenden neben alten Geschichten viel über die neue Schützenwiese. (Bild: Linus Fischer) |
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| Drei Viertel sagen Ja zur Schützenwiese |
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| Die Winterthurer Stimmbevölkerung hat den Verpflichtungskredit von 35,13 Millionen Franken für die neuen Stirntribünen und ein neues Garderobengebäude angenommen. Bereits im Sommer geht der Umbau los. von Linus Fischer |
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| Am Freitag fand auf der Schützenwiese der jährliche Ehemaligentreff des FCW statt. 24 ehemalige Fussballer, Funktionäre und Nahestehende tauschen alte Geschichten aus. Nebst der goldenen Phase der 60er-Jahre war ausnahmsweise Politik ein grosses Thema: Der Ausbau der Schützenwiese war für die Besuchenden ein Herzensthema. «Die Garderoben sehen noch aus, wie dazumal, als ich sie noch nutzte», meinte der Torhüter Walter Christinger, dessen letzte Saison beim FCW über vier Jahrzehnte her ist. Der Konsens war klar: Die Ehemaligen wollen den Ausbau der Schützenwiese. Und der Stürmer der 60er-Jahre, Max Meili, hätte sich sogar ein grösseres Stadion gewünscht. Am Sonntag dann die Erleichterung: «Nicht nur die 8700 Fans, sondern 28’346 Winterthurer Stimmberechtigte entschieden sich für die neue Schützenwiese», verkündete die zuständige Stadträtin Romana Heuberger (FDP) an der Medienkonferenz am Abstimmungssonntag. Über alle Stadtkreise hinweg stimmten die Winterthurer dem Verpflichtungskredit von 35,13 Millionen Franken (WNTI berichtete) zu für das «einzige richtige Fussballstadion im Kanton Zürich». |
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| | «nicht pompös, nicht überdimensioniert» Romana Heuberger (FDP), Schul- und Sportvorsteherin, über den Ausbau der Schützenwiese |
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| Bereits in der Saison 27/28 wird der Sektor B mit Bier- und Sirupkurve umgebaut. Ein Jahr später ist dann der Sektor D mit dem Gästesektor dran, wobei gleichzeitig das neue Betriebs- und Garderobengebäude nebenan gebaut wird. Dies sei auch ein wichtiger Schritt für den Frauen-, Jugend- und Inklusionsfussball, erklärte Michael Lötscher, Sportchef vom FCW-Inklusion, den FCW-Legenden am Freitagabend. Heute seien die Garderoben nicht barrierefrei und die Frauenmannschaft müsse sich ihre Garderobe teilen. |
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| Die damalige Schul- und Sportvorsteherin Martina Blum (Grüne), FCW-Verwaltungsrat Christian Habegger, der Leiter des Sportamts Dave Mischler und FCW-Kommunikationschef Andreas Mösli um das Stadionmodell im Dezember 2025. (Bild: Tizian Schöni) |
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| Da beide Stirntribünen nacheinander umgebaut werden, könne der FCW durchgehend in der Schützenwiese spielen und müsse nicht auf ein anderes Stadion ausweichen, erklärt Heuberger an der Medienkonferenz am Abstimmungssonntag. Wohin die Bier- und Sirupkurve, sowie Gästesektor während den Umbauten verlegt werden, sei noch zu klären. Eine Lösung zu finden, liege nun am FCW. Im Sommer 2029 sollte alles fertiggestellt sein und die Schützenwiese mit einer Kapazität von 9900 Besuchenden eröffnet werden. Oder, wie die Stadträtin sagt, «nicht pompös, nicht überdimensioniert». |
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| | | Zwei treten aus dem Parlament zurückMiguel Bachmann (AL) und Cristina Brunel (SP) verlassen das Stadtparlament, wie aus einer Medienmitteilung vom Freitag hervorgeht. Bachmann zieht aus beruflichen Gründen weg, auf ihn folgt die 24-jährige Campaignerin Mia Speck. Für Brunel, die nach sechs Jahren zurücktritt, rückt Pauline van Hoef nach. Die Pflegefachfrau hatte bei den Wahlen 18 Plätze auf der SP-Liste gutgemacht und verpasste den Direkteinzug um einen Platz. |
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| | 90 Prozent für Erweiterung des AlterszentrumsEs war das deutlichste Ja am Sonntag: 90,58 Prozent der Stimmberechtigten nahmen den Kredit für die Erweiterung des Alterszentrums Adlergarten an. Umstritten war die Vorlage nicht. Bereits im Stadtparlament gab es keine Gegenstimme zum Geschäft. Die Arbeiten für das neue Gebäude sollen im Herbst 2027 beginnen. |
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| | Weitere Kurz-NewsStadt stellt 200 Brunnen ab: Die städtischen Grünflächen werden bereits reduziert bewässert (WNTI berichtete), nun hat die Vorsteherin der Technischen Betriebe, Martina Blum (Grüne) entschieden, auch 200 der rund 330 Brunnen abzustellen. Die Stadt wolle so mit gutem Beispiel vorangehen. (tz) Restaurant Eschenberg schrammt am Konkurs vorbei: In letzter Minute sprang der Eigentümer ein. Der Winterthurer Giovanni Cerfeda habe den Konkurs abgewendet, heisst es im «Landboten». Seit Mittwoch sei das Lokal geschlossen gewesen, die Wirtin Myrtha Müller habe es zuletzt alleine geführt und zeitweise bis zu 14 Stunden täglich gearbeitet. Übernommen hatte sie es Ende 2024 mit ihrem Mann, inzwischen hatten sich die beiden getrennt. Auto geklaut, Dieb gleichentags gefasst: Am Sonntagmorgen meldete eine Frau der Stadtpolizei, dass ihr Auto gestohlen wurde. Durch eine Fahndung der Stadtpolizei konnte das Fahrzeug und wenig später auch der mutmassliche Dieb finden lassen ‒ «ausgewertete Videobilder» hätten einen 38-jährigen Schweizer identifiziert. Wie die Polizei mitteilt, wurde er noch am selben Tag verhaftet. Zwei Wege für die Architekten: Zum 100-Jahr-Jubiläum des Eigenheim-Quartiers (Gioia berichtete) benannte die Stadt am Freitag zwei bisher namenlose Wege nach den Architekten der Siedlung: Franz Scheibler und Adolf Kellermüller. Sie konnten die Reihenhäuser nach dem Ersten Weltkrieg besonders günstig erstellen, weil sich künftige Bewohner:innen mit rund 900 Stunden Freiwilligenarbeit selbst am Bau beteiligten und so zehn Prozent des Kaufpreises entfielen. Offene Probe beim Jungen Theater: Drei Gruppen des Jungen Theaters laden im Oktober zum offenen Probenbesuch ein. Bei der Improgruppe seien keine Vorkenntnisse nötig ‒ und man muss sicher keinen Text lernen. «Um20» richtet sich an Personen bis 20 Jahre, die Erwachsenengruppe an Neugierige darüber. Sie proben beide pro Saison jeweils ein Stück. Wie lärmig es in deiner Strasse ist: Hörst du vermutlich selbst. Neu kannst du aber auch mit deinen Nachbarn vergleichen: Wer ist geplagter von Strassenlärm? Zwei neue Karten im kantonalen GIS-Browser zeigen für jeses Gebäude die Lärmbelastung heute und in Zukunft an ‒ letzteres unter Berücksichtigung von Tempolimiten, «leisen» Belägen oder anderen Massnahmen, die in Planung sind. |
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| Ein Jubiläum! Die 150ste Ausgabe des Coucou Magazins Das Coucou versorgt euch mit Winterthurs Kulturgeschehen – mit Hintergrundstories, Interviews und Kolumnen in der Printausgabe und tagesaktuellen Veranstaltungen im Kulturkalender. Kurz gesagt: mit allem, was das Leben ein bisschen lebenswerter macht – Kultur. Schnappt euch die Jubiläumsausgabe und feiert mit! |
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| Best of Stadtmelder: Teddy in Not
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| Wer holt ihn da raus? (Bild: Stadtmelder) |
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| Teddy wartet auf Rettung «Der Teddy ist im Wasser und braucht Hilfe», heisst es unter einem Eintrag vom Freitag im Stadtmelder. «Liebe Grüsse, Kinder von der Betreuung Talhof/Erlen». Schnelle Rettung erwarten die Kinder offenbar nicht. «Kleine Störungen beheben wir innert fünf Werktagen», heisst es dort nämlich. Ob bei einem Teddybären in Not die Alarmierung der Rettungsdienste angebracht ist, ist ebenfalls fraglich. Am einfachsten wäre es wohl, die Schuhe selbst auszuziehen und das arme Tier aus dem Wasser zu fischen. |
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| Carole Brunner: Die Entschleunigerin
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| Mit «Ginger and the Alchemists» spielte Carole Brunner am Open Air St. Gallen und an den MFW. (Bild: Alicia Olmos) |
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| Carole Brunner: Die Entschleunigerin Jahrelang hielt Carole Brunner ihre Musik selbst vor ihrem engsten Umfeld verborgen. Erst nach drei Jahren Beziehung traute sie sich, vor ihrem heutigen Ehemann zu singen. Er ermutigte sie zum «eifach mal mache». So entstand 2018 die Band «Ginger and the Alchemists». Das Projekt nahm Fahrt auf, die Band veröffentlichte Lieder, Gig-Anfragen trudelten ein. Bald spielte die Popband bei den Musikfestwochen und am Open Air St. Gallen. Doch ihre Musik und Bühnenperson zu vermarkten, absorbierte Carole immer mehr. «Das Songwriting, das Schreiben und Kreieren – all das, was mich erfüllt und der eigentliche Grund ist, warum ich das alles mache – kam zu kurz», erinnert sie sich. Heute gibt es die Band nicht mehr. Anstatt möglichst viele Konzerte zu geben und Releases rauszuhauen, zelebriert Carole jetzt die Langsamkeit. 2027 wird die erste EP ihres Solo-Projekts Caro Fiora erscheinen, unter dem bezeichnenden Titel «busy doing nothing». |
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| | Das ganze Portrait liest du im aktuellen Coucou Kulturmagazin. Diese Rubrik wird durch das Kulturmarketing der Stadt Winterthur unterstützt. |
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| | | Kein Abstimmungstermin ohne städtische Vorlagen! Auch im November kommen zwei kommunale Anliegen an die Urne: die Anti-Schulden-Initiative der FDP und der neue Richtplan. Woran denkt man da in einer Redaktion als Erstes? «Uff, mehr Sonntagsarbeit.» Eine angenehme Fünftagewoche wünscht Tizian |
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