| | Guten Morgen meine Held:innen Mit 320 Stimmen gewann Timmy Schollenberger unsere Umfrage zur Wintiheld:in. Es freut mich sehr, heute unser Versprechen von damals einzulösen: Das Portrait unseres Wintihelden…
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| Der Seuzacher fährt mit dem Velo über den Lindberg zur Arbeit. (Bild: Linus Fischer) |
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| Der Winti-Held: Timmy Schollenberger |
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| Wir haben euch gefragt, wer eure Winti-Held:in ist. Ihr habt euch für den hilfsbereiten Hauswart in Oberwinterthur entschieden. von Linus Fischer |
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| «Jeden Morgen kommt er um fünf Uhr und öffnet alle Fenster», schrieb eine Lehrerin des Schulhauses Lindberg. Sie pitchte den Hauswart Timothy «Timmy» Schollenberger zum Wintihelden. «Ich bin sowieso ein Frühaufsteher», sagt Timmy, «und so konnte ich mit einem kleinen Aufwand ganz vielen Lehrpersonen einen Gefallen tun.» Seit Dezember ist er Hauswart des Schulhauses Lindberg. «Als Hauswart machst du 30 Berufe gleichzeitig», sagt Timmy. Neben Reparaturen, Handwerk, Reinigung und Personalführung fallen immer wieder kleinere Dinge an: «Wenn dann eine Lehrerin die Vorhänge nach Hause nehmen müsste, um sie zu waschen, ist es deutlich einfacher, wenn ich es gleich hier mache.» Er erledige ja sowieso zwei Waschgänge. Der gelernte Spengler-Sanitär sei für die gesamte Anlage verantwortlich: «Alles, was herunterfällt, wenn du das Schulhaus auf den Kopf stellst, ist der Schule und alles Grüne Stadtgrün. Für den Rest bin ich verantwortlich». Zum Beruf kam er jedoch über ein paar Umwege. |
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| An den Musikfestwochen konnten unsere Leser:innen ihre persönliche Wintiheld:in pitchen. (Bild: WNTI) |
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| Nach der Lehre bekam er im Militär die Möglichkeit, Rekruten beizubringen, die Fahrzeuge zu lenken: «Das hat mich dann irgendwie gepackt», erinnert sich der 44-Jährige – er wurde Fahrlehrer. Er scheint etwas richtig gemacht zu haben in den 14 Jahren als Selbstständiger: Mit dem 25. Rang des «Superfahrlehrer des Jahres 2016» wurde er der Beste der Region. Er sei ein Typ Mensch, der mit den meisten gut kann, sagt Timmy. «Man kennt ihn einfach in der Region», sagt seine Frau Petra, «er will immer allen helfen und Menschen schätzen das.» Die Verantwortung als selbständiger Fahrlehrer scheint ihm nicht gereicht zu haben. Nebenbei besass er zusammen mit seiner Frau das Friseurgeschäft «Winthairthur». «Es war ein bisschen eine spontane Sache», sagt er dazu. Nachdem der vorherige Besitzer aufhörte, übernahmen sie das Geschäft kurzerhand, um es zu retten. Er machte das Geschäftliche, seine Frau, die gelernte Coiffeuse, das Betriebliche. Nach ein paar Jahren gaben sie es an eine befreundete Coiffeuse weiter. Die Karriere als Fahrlehrer hängte er irgendwann an den Nagel und machte einen Quereinstieg in die Leitung der Gebäude eines Industrieareals in Bülach. Nach ein paar Jahren bewarb er sich bei der Primarschule Lindberg ‒ und wurde Hauswart. |
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| Eigentlich gäbe es eine Hauswarts-Wohnung im Schulhaus, die wird jetzt noch für den Kühlschrank und als Abstellkammer benutzt. (Bild: Linus Fischer) |
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| «Das Team der Hauswarte ist super», sagt Timmy. Nach dem grossen Hagelsturm habe er einen Lehrling aus einem anderen Schulhaus zur Hilfe gehabt. «Es sah aus, als wäre eine Bombe eingeschlagen», erinnert er sich. Als er die ersten Hagelkörner hörte, sei er hinausgerannt, um vielleicht noch etwas zu retten ‒ viel konnte er nicht mehr machen. Obwohl er bereits den ganzen nächsten Tag mit Aufräumarbeiten beschäftigt war, fing die Arbeit erst an – Timmy ist noch in der Freiwilligen Feuerwehr Seuzach. Er war am Freitagabend noch bis spät in die Nacht im Einsatz: Abdecken der Dächer und Nothilfe. «Ich hatte nicht einmal mein eigenes Haus repariert», sagt er. Am Wochenende tauschte er die zerstörten Ziegel mit ein paar Freunden aus. In der Feuerwehr ist er in der Gruppe, die zu jeder Zeit auf Abruf ist. «Es könnte auch sein, dass ich jetzt sofort losrennen muss und dich hier alleine lasse», sagt er mir. Das geschah zum Glück nicht. Er habe mit dem Velo von der Arbeit, wenn er schnell fahre, nur sieben Minuten zur Zentrale in Seuzach. Die Zeit neben Arbeit und Feuerwehr verbringt er mit seiner Frau und seinen Kindern. |
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| Severin Koch ist einer der Männer, der lernen möchte, seinen Kindern mehr als nur einen Pferdeschwanz zu frisieren. (Bild: Yvonne Samsarova) |
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| «Papi, machst du mir einen Zopf?» – Väter lernen flechten |
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| Was tun, wenn das Kind einen Zopf möchte, Papi aber keine Ahnung hat, wie das geht? Am Montagabend lernten zehn Väter genau das – beim ersten «Vätsch Zöpflet & Höpflet»-Abend der Stadt. von Yvonne Samsarova |
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| Kurz vor 19 Uhr versammeln sich die ersten Männer vor dem Café in der Lokstadt. Dieses verwandelt sich für den heutigen Abend in eine Zopf-Werkstatt. Manche der Männer werden von ihren Frauen begleitet. «Sie ist der Grund, dass ich heute da bin», erzählt einer von ihnen lachend. Andere wiederum sind aus eigener Überzeugung da. So zum Beispiel der 32-jährige Severin Koch. «Ich möchte meinen Kindern auch mal lässigere Frisuren machen, nicht einfach nur Haare zusammenbinden», sagt er. Und genau das soll er an diesem Abend lernen. Immer wieder sei Jasmin Gubler auf Videos auf Social Media gestossen, in denen Väter lernen, Zöpfe zu machen, damit sie ihren Töchtern eine Freude bereiten können. Auch in ihrem Coiffeur-Salon seien oft Männer zu ihr gekommen und hätten sie gefragt, wie sie eigentlich ihrem Kind einen coolen Zopf machen könnten. «Ich glaube, die Menschen sind einfach offener geworden und es ist völlig normal geworden, dass auch mal der Papi zu Hause bei den Kindern bleibt», sagt Lena Prantl. Sie arbeitet ebenfalls in Jasmins Salon und hilft ihr bei ihrem Pilotprojekt ‒ «Vätsch Zöpflet & Höpflet». Der erste Workshop dieser Reihe fand am Montagabend im Kafi Dia statt. |
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| Die Idee zum Vätsch Zöpflet & Höpflet -Abend hatte die Coiffeuse Jasmin Gubler (links). Unterstützt dabei wird sie von ihrer Kollegin Lena Prantl (rechts). (Bild: Yvonne Samsarova) |
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| «Heute geht es vor allem darum, zu schauen, wie das Ganze ankommt und wie wir weitermachen», erzählt Jasmin. Sie erwartet selbst Zwillinge und deshalb passe dieser Trend auch extrem gut in ihre Lebensrealität, erzählt sie. Deswegen nehme auch ihr Partner am heutigen Kurs teil. Die Teilnehmendenzahl sei auf zehn Plätze beschränkt, um sich auch für jeden Zeit nehmen zu können und die Atmosphäre intimer zu halten, erklärt Jasmin. Gerne gekommen wären aber viel mehr. «Mein Post auf Insta hat über 6000 Aufrufe und 90 Kommentare erzielt», sagt Jasmin. Damit habe die Coiffeurin nicht gerechnet. Doch daran habe sie gemerkt, dass die Nachfrage auf jeden Fall da sei, auch bei den Mamis. Sie überlege, in Zukunft auch sie in die Workshops einzubringen. Von den Basics zum Ballerina-DuttAls Allererstes erklärt Jasmin die einfachen Grundschritte. Die Männergruppe beginnt damit, den Puppen die Haare zu bürsten. Bereits dabei gibt es einiges zu beachten. «Haare niemals von oben nach unten! Sondern von den Spitzen aus beginnen und sich langsam nach oben zum Ansatz vorarbeiten», «Bitte beim Shampoonieren immer auf das richtige Shampoo achten ‒ vor allem bei Babys!», « Beim Föhnen ist besondere Vorsicht geboten - die Kopfhaut von Kleinkindern ist besonders empfindlich», erklärt Jasmin. |
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| Die Teilnehmenden haben immer wieder Fragen zu den Dingen, die Jasmin und Lena erklären. (Bild: Yvonne Samsarova) |
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| Die Männer hören ihr zu, während sie aufmerksam die Haare der Puppen weiterbürsten. «Habt ihr noch Fragen?», fragt Jasmin in die Runde. «Nun ziehen wir als Nächstes einen Mittelscheitel.» «Ein was?», fragt einer der Männer. Jasmin erklärt. Als Nächstes verteilt Lena ein paar bunte Klammern und es werden verschiedene Frisuren ausprobiert, zum Beispiel der klassische Ballerina-Dutt. |
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| Nach nur einer halben Stunde zeigt Severin den anderen Teilnehmenden wie es «richtig» geht. (Bild: Yvonne Samsarova) |
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| «Gut machst du das», sagt Jasmin zu Severin, während sie eine Kontrollrunde durch die Gruppe macht. Darauf wird erst einmal mit Bier angestossen. Severin scheint seine neue Tätigkeit zu gefallen. Schon bald zeigt er den anderen Männern, wie sie den Zopf am besten machen. Nach diesem Abend gehe sein Wunsch auf jeden Fall in Erfüllung: Seinen beiden Kindern lässigere Frisuren machen zu können. Am Ende des Abends sind auch Jasmin und Lena zufrieden. Es werde auf jeden Fall noch weitere Kurse geben. Der nächste findet bereits am 2. November statt. |
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| | | Gestern schrieben wir in «Was lauft», von einem Vorstoss der Stadtparlamentarierin Daniela Rothplatz. Auch wenn wir diesen Namen schön finden, heisst sie Daniela Roth-Nater. Wir entschuldigen uns für das Versehen. |
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| Die Verwandlung: Ein literarisches Jahrhundertwerk wird zur Oper Die Geschichte von Gregor Samsa, dessen Verwandlung in einen Käfer sein ganzes Leben auf den Kopf stellt, ist längst ein Klassiker der Weltliteratur. Entfremdung und Isolation, Franz Kafkas zentrale Themen, haben dabei auch über hundert Jahre nach der Veröffentlichung nichts an Aktualität verloren. Im Theater Winterthur erfährt die Erzählung nun eine weitere Verwandlung: Sie wird zur Oper und eröffnet damit eine neue Perspektive auf Kafkas zeitloses Werk. Weltpremiere am 18. September 20./23./24./26. September im Theater Winterthur |
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| | | | Ölspur auf der WülflingerstrasseAm Montagmorgen wurde der Stadtpolizei eine mehrere hundert Meter lange Ölspur gemeldet. Die Wülflingerstrasse wurde inzwischen gereinigt. Das verantwortliche Fahrzeug wurde jedoch noch nicht gefunden, wie die Stadtpolizei mitteilt. In einem Zeugenaufruf bittet sie, Angaben unter 052 267 51 52 zu melden. |
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| | Fussballfans vs. Junge Tat: Nachdem die Rechtsextremen auf dem Glasdach des Bahnhofs ein Banner entrollt hatten (WNTI berichtete), waren zwei Deutsche an einer Prügelei im Parkhaus beteiligt. Sie waren für ein Fan-Turnier gegen Rassismus angereist. Wie der «Landbote» berichtet, erhalten diese nun per Strafbefehl bedingte Geldstrafen von 2700 respektive 3600 Franken und Bussen von 700 respektive 1000 Franken. Püntbrand im Mattenbach: Am Sonntagnachmittag löschten sieben Feuerwehrleute den Brand, wie der «Landbote» berichtet. Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach wurde beschädigt. Ob diese den Brand auslöste und ob ein Zusammenhang zum Hagel besteht, wird ermittelt. Nullen und Einsen anstatt Blitzmaschine: Am Digital Impact Day von Digital Winterthur am Donnerstag, 10. September, wird im Technorama ausprobiert und diskutiert. Von 12 bis 19 Uhr finden insgesamt vier Workshops zum Thema Digitalisierung statt. Anschliessend findet ein Austausch über Anwendungen von Digitalisierung und KI statt. Der Eintritt ist frei. (mm) Neue Rossmann-Filiale in den Archhöfen: Am 15. Oktober eröffnet die Drogeriekette Rossmann eine Filiale in den Archhöfen, wie Wincasa mitteilt. Es ist die dritte Filiale in Winterthur. Es gibt bereits eine in Oberwinterthur und in Seen. Nach der «Vermüllerung» (WNTI berichtete) folgt die «Verrossmannung»? (mm) |
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| Winti weiss wie die Bahn nach Töss und Wülflingen kam
 | … wie die Bahn nach Töss und Wülflingen kam Im 19. Jahrhundert lieferten sich in der Schweiz verschiedene Bahngesellschaften einen Wettlauf um die Erschliessung des Landes. Für Winterthur-Töss und -Wülflingen war die Nordostbahn (NOB) prägend. Die Bahnlinie Winterthur-Koblenz, an der auch die Stationen Töss und Wülflingen liegen, feiert diesen Herbst ihr 150-jähriges Jubiläum. Der Bahnhof Töss war lange Zeit kein Quartierbahnhof wie heute, sondern in der Rangliste der Zürcher Bahnhöfe weit oben aufgeführt, schreibt das Winterthurer Glossar. 1880 arbeiteten bereits über zehn Personen am Bahnhof Töss. Geschuldet war dies vor allem der Maschinenfabrik Rieter, die mit Transporten per Schiene für viel Bahnaufkommen sorgte. Rieter war auch dafür verantwortlich, dass erst nur Töss eine Haltestelle erhielt: Ständerat Heinrich Rieter spendete der finanziell angeschlagenen NOB rund 100'000 Franken unter der Bedingung, die geplante Linie durch Töss zu führen. Dadurch kam die Bahnlinie weit vom Dorf Wülflingen entfernt zu liegen. In Wülflingen blieb der Bahnhof unter dem Beerenberg zeitlebens kleiner, auch wenn die Stadt heute natürlich bis an die Station herangewachsen ist. 1945 wurde die Bahnstrecke elektrifiziert und 2005 automatisiert. Heute dienen das Bahnhofsgebäude und der Güterschuppen in Töss verschiedenen Vereinen als Lokal. In Wülflingen wurde der Güterschuppen gar zu Wohnraum umgebaut. (gj) |
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| Bis 1945 verkehrten am Bahnhof Töss noch Dampfloks. (Bild: Sammlung Winterthur) |
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Sehr früh im Gespräch musste Timmy mich korrigieren: «Es ist übrigens nicht Hausabwart.» Als jemand, der viel Wert darauf legt, dass ich Linkshänder und nicht Linkshändler bin, war mir das ein wenig peinlich… Bis bald und hebs guet, Linus |
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